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Das Klopapier machts

Stein.  Eine Klopapierrolle soll für ein besseres Image des Stuckateurhandwerks werben. Das mag komisch klingen, scheint aber zu funktionieren.

Der Fachverband der Stuckateure stellte gestern im Hotel "Lamm" in Stein den Stuckateurinnungen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb eine neue Imagekampagne des Handwerks vor. Ab März sollen landesweit über 1000 Gerüstplanen auf möglichst vielen Fassaden auf den Beruf des Stuckateurs aufmerksam machen. Das Motiv: Eine Klopapierrolle mit dem Slogan "Mehr als Rauputz".

Mit einer Klopapierrolle für eine bessere Wahrnehmung des Stuckateurberufs zu werben, mag ein bisschen komisch klingen und auch Frank Gericke vom Fachverband gab zu: "Wir bekamen schon kalte Füße." Aber es sei ein markanter Blickfang, den man einfach wahrnehmen muss. Den Verband kosten die Planen rund 50000 Euro.

Die Frage ist nur, warum das Stuckateurhandwerk auf sich aufmerksam machen muss. Die Problematik kam schon vor mehr als 20 Jahren auf, als aus dem Beruf des Gipsers der Stuckateur wurde. "Der Gipser hatte ein schlechtes Image, der Stuckateur hat gar keins", erklärte Gericke. "Die Leute draußen haben keine Ahnung, für was wir stehen." Und der Stuckateur mache eben "mehr als nur Rauputz". Die Gerüstplanen sollen auf das facettenreiche Leistungsspektrum der Stuckateure hinweisen und vor allem junge Menschen für den Beruf werben, denn schon heute fehle es an Fachkräften.

Jedes Mitglied des Fachverbands bekommt nun eine Gerüstplane. "Wir wollen einen Wiedererkennungseffekt bewirken", sagte Gericke. Außerdem wurden 50000 Klopapierrollen - zweilagig - bedruckt mit Informationen rund um das Stuckateurhandwerk. Man wolle humorvoll provozieren und man habe ja nirgends so viel Zeit wie auf der Toilette. Die Rollen könnten bei Kunden oder Vereinen hängen. Die Kampagne sei nur ein Startschuss, weitere Aktionen müssten in den nächsten Jahren folgen. Eine Belohnung gibt es auch, und zwar für die Innung, die die meisten Gerüstplanen aufhängt. Der Preis ist eine Innungs-Homepage.

Es sei nur ein kleiner Schritt von der Gerüstplane zum Internetportal, sagte Stephan Bacher, Image- und Medienberater des Verbands, denn "wer heute nicht im Internet präsent ist, existiert eigentlich gar nicht". Die Mobilität werde vor allem bei jungen Leuten immer größer und nach einem Umzug suche kaum einer mehr in den Gelben Seiten nach Betrieben, sondern eben im Internet. Deswegen baut der Verband auch sein Internetportal aus, das sowohl eine Datenbank der Betriebe führt, als auch über Wohnbereiche und -stile informiert.

Quelle: Südwest Presse

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